
Lysimeteranlage des Joanneum Research in Wagna
Die Forschungsstation Wagna wurde mit zwei wägbaren, maschinell bewirtschaftbaren, in landwirtschaftlichen Versuchsfeldern eingebauten Lysimetern ergänzt. Die Lysimeter reichen von der Bodenoberfläche bis in 2 Meter Tiefe und damit unter die Bodenwasserscheide, sodass am Lysimeterabfluss nur noch abwärts gerichtete Wasserbewegung vorkommt.
Gewichtsänderungen werden mit 10 Gramm Auflösung gemessen, somit sind die Lysimeter eine ideale Basis zur kurzintervalligen Erstellung der Wasserbilanz. Bei einer Oberfläche von 1 m² werden aktuelle Evapotranspiration und Niederschlag (Regen, Wasserequivalent des Schnees, Tau, Reif) mit einer Auflösung von 0,01 mm in einem Zeitintervall von 10 Minuten gemessen. Parallel wird auch die Sickerwassermenge mit 10 ml Auflösung erfasst.
In bisher üblichen Lysimetern wurde mit der Lysimeterbodenplatte der Kapillarfluss unterbrochen, - freies Wasser konnte über einen abgestuften Filterboden abfließen. Bei den neuen Lysimetern, die in Kooperation mit UMS entwickelt wurden, wird die Wasserspannung, die in einem Freilandprofil in der Tiefe des unteren Lysimeterrandes gemessen wird über eine elektronisch gesteuerte Vakuumanlage und einen SIC-Saugkerzenrechen in das Lysimeter projeziert, wodurch der Wasserfluss im Lysimeter dem des Feldes entspricht.
Weitere Informationen über die Anlage Lysimeteranlage Wagna…