Lysimeteranlage der Helmholtz Zentrum München in Neuherberg

Lysimeteranlage GSF

Die Lysimeteranlage befindet sich auf dem Helmholtz Zentrum München - Forschungsgelände in Neuherberg und bietet Platz für 48 Großlysimeter.
 
UMS hat bei dieser Lysimeteranlage seit 1991 bei der Planung, messtechnischen Ausstattung, Wägung, Vernetzung, Visualisierung, Bodenheizung, Installation und Wartung mitgewirkt.
Die Lysimetermonolithen haben eine Oberfläche von 1 m² und eine Höhe von 2 m. Die Lysimeter haben folgende Konfiguration:
 
  • Sie sind mit hoher Genauigkeit wägbar (100 g), um den Wasserhaushalt und Änderungen in der Feststoffmasse zu erfassen.
  • 16 Lysimeter können mit radioaktiv markierten Substanzen beschickt werden.
  • Sie können teilweise mit Gashauben zur direkten Ermittlung volatiler Stoffanteile versehen werden.
  • Sie sind in den Ebenen 30, 50, 80, 155 und 190 cm des Lysimeterkörpers instrumentiert zur kontinuierlichen Messung von Wasserspannung, Temperatur und Wassergehalt. Damit können hydraulische und stoffspezifische Prozesse detailliert verfolgt werden.
  • Die Datenerfassung ist zeitlich hochaufgelöst (maximal 10 minütig).
  • Sie sind am Auslaufende mit segmentierten oder unsegmentierten Bodenplatten versehen, um die Bewegung und die Chemie des Sickerwassers erfassen zu können, auch mit Blick auf Sonderformen des Abflusses (z.B. Bypass-Flüsse).
 
 

Schematische Darstellung des Lysimeterfelds und darunter liegendem Keller

Aufbau der Anlage

Für Wasserhaushaltsstudien werden die Lysimeterböden monolithisch gestochen...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

…abgeschert ...

... und mit abgestuften Quarzfilterböden ausgestattet

Diese werden in das Bauwerk...

...mit 48 Plätzen eingesetzt.

Bodenwassergewinnung

Die Saugkerzen vom Typ SKP100 werden über eine gesteuerte Vakuumanlage nach Kundenvorgabe betrieben:
 
  • Step 1: Einschalten des Vakuums von 100 hPa bei negativen Wasserspannungsgradienten unterhalb von 50 hPa.
  • Step 2: Das Absaugen dauert einstellbar 1 Minute … 1 Tag.
  • Step 3: Zur Leerung der Saugschläuche wird kurzzeitig ein Unterdruck von 850 hPa angelegt.
  • Step 4: Die Saugkerzen bleiben auf atm. Druck bis zur nächsten Probenahme.
 
Die Bodenlösung wird in lichtundurchlässigen Sammelflaschen nach Tiefenstufen getrennt gesammelt und anschließend nach Fragestellung spezifisch analysiert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der GSF - Institut für Bodenökologie
Abteilung Experimentelle Umweltsimulation
 

Ansprechpartner

Georg von Unold
Tel: +49 89 12 66 52 - 15
Fax: +49 89 12 66 52 - 20
E-Mail: gvu@ums-muc.de
 
Kontaktseite UMS
Kontaktseite Vertretungen

Referenz

Dr. J. Barbro Winkler
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Institut für Biochemische Pflanzenpathologie
Abteilung für Experimentelle Umweltsimulation
 
bwinkler@helmholtz-muenchen.de
www.helmholtz-muenchen.de/eus/index.php


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