Sondeneinbau auf Freilandmessstationen

Wenn die Frage nach den zu untersuchenden Horizonten und Tiefen und je Anzahl der Wiederholungen auf das Untersuchungsziel abgestimmt sind kommt die Frage:
 
Wie baut man Tensiometer, TDR- oder FD-Sonden und Saugkerzen richtig ein?
 
  • So, dass man die zu untersuchenden Größen möglichst nicht stört!
  • So, dass die Geräte gut zu warten sind.
  • Mit möglichst geringem Aufwand.

Einbau von der Bodenoberfläche

Messstelle Flughafen Zürich mit T3 Tensiometer

Bei sandigen und schluffigen Böden können die Sonden vertikal - oder besser mit leichtem Winkel - also weg von der Wasserhauptflussrichtung - eingebaut werden. Wichtig ist, dass die Sondenbohrung zur Sonde paßt, um keine präferenziellen Fließpfade entlang des Schaftes zu generieren. Daher müssen insbesondere bei tonigen Böden eventuelle Hohlräume mit Feinmaterial verschlämmt - oder mit Bentoniten abgedichtet werden. Bei tonigen Böden empfehlen wir die Verwendung von Hüllrohren bei Tiefen von mehr als 80 cm. Dadurch lassen sich die Sonden bei trockenen Böden wieder herausziehen. Bohrungen in Tonböden können mehrere hundert Jahre halten - und als "Wasseradern" dienen.
 
 
 
 
 
 

Einbau von einer Profilwand

Einbau von Sensoren in einer Profilwand

Dies ist insofern von Vorteil, als die natürliche Bodenlagerung und Horizontierung nicht durch die Sonden gestört wird. Wichtig ist der Abstand zur Profilwand! Je toniger der Boden, umso weiter muss die Sonde horizontal in den Boden eingebaut werden. Wichtig ist bei tonigen Böden, dass das Bohrloch wieder rückverfüllt wird. Wenn möglich sollte auch die Profilgrube wieder rückverfüllt werden, wobei auf die natürliche Lagerungsdichte und eine "Verzahnung" zur Profilwand geachtet werden muss. Zur Vermeidung von "Verdichtungshorizonten" werden diese  unregelmäßig schichtweise verdichtet (z.B. mit Stiefelabsätzen) und die Oberflächen mit einem Rechen aufgerauht.
 

Einbau von einem Serviceschacht

Für Langzeitmonitoring und bei sicherem Abstand zum Grundwasserspiegel ist das die Lösung der Wahl. Die Sonden werden sternförmig mit Hüllrohren vom Serviceschacht in den ungestörten Boden eingebaut. Damit kann die Messstation ganzjährig gewartet werden und die Sonden sind gut austauschbar.
 

Ansprechpartner

Georg von Unold
Tel: +49 89 12 66 52 - 15
Fax: +49 89 12 66 52 - 20
E-Mail: gvu@ums-muc.de
 
Kontaktseite UMS
Kontaktseite Vertretungen


UMS
measure to know