Zur Gewinnung von Bodenwasserproben für die chemische Analyse werden Saugkerzen verwendet, da sie einfacher zu installieren sind als Saugplatten (qualitative Probenahme).
Für die Bestimmung von Wasser- und Stofffrachten werden poröse Platten verwendet, die zur Vermeidung des Umfließens (bei zu geringem Vakuum) oder des Ansaugens aus einem größeren Einzugsgebiet (bei zu hohem Vakuum) in einen Zylinder eingefasst werden.
Beim Lysimeter reicht der Zylinder bis zur Bodenoberfläche, im Gegensatz zum Sickerwassersammler, der unterhalb der Bodenwasserscheide eingebaut wird.
Der Standard Lufteintrittspunkt für Porenwassersammler ist 1000 hPa.
Für Sickerwassersammler ist ein Lufteintrittspunkt von 100 hPa ausreichend.
Anzahl Saugkerzen pro System
Theoretisch kann eine beliebige Anzahl von Bodenwassersammlern an eine Vakuumquelle angeschlossen werden, da das Vakuum an sich erhalten bleibt und nur das Volumen des gesammelten Wassers durch Abpumpen des entsprechenden Luftvolumens kompensiert werden muss.
Aus folgenden Gründen sollten aber nur max. 10 Saugkerzen an eine VS angeschlossen werden:
- Tritt an einer Stelle ein Leck auf (Kerzen- oder Schlauchbruch), fällt das gesamte System auch aus.
- Das System fällt aus, wenn zu einem Zeitpunkt der Boden trocknener als der Lufteintrittspunkt ist.
- Kleinere Systeme sind leichter zu handhaben.
Welches poröses Material für welche Stoffe?
In den Produktbeschreibungen sind Empfehlungen dazu angegeben.
Die chemischen Wechselwirkungen von Bodenwasserlösung, porösem Material, dem Vakuumlevel und der Speicherung der Wasserlösung sind jedoch komplex. Bitte kontaktieren Sie uns im Zweifelsfalle.
UMS hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München- Weihenstephan eine Standard Testprozedure.
Eignungsempfehlungen für Saugkerzen können Sie als PDF Datei
hier downloaden.