Bodenwasser - Probenahme

UMS bietet eine große Palette an Poren- oder Sickerwassersammlern und Vakuumeinheiten an. Um korrekte Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig einen Sammlertyp aus geeignetem Material und die passende Vakuummethode auszuwählen.
 

Saugkerze oder Saugplatte?

Evakuieren einer Sammelflasche mit dem Vakuumkoffer

Sickerwasser-Monitoring, IRGO-Slowenien

Sammelflaschenbox mit Sammelflaschen

Verschieden Saugkerze und Saugplatte

Zur Gewinnung von Bodenwasserproben für die chemische Analyse werden Saugkerzen verwendet, da sie einfacher zu installieren sind als Saugplatten (qualitative Probenahme).
 
Für die Bestimmung von Wasser- und Stofffrachten werden poröse Platten verwendet, die zur Vermeidung des Umfließens (bei zu geringem Vakuum) oder des Ansaugens aus einem größeren Einzugsgebiet (bei zu hohem Vakuum) in einen Zylinder eingefasst werden.
 
Beim Lysimeter reicht der Zylinder bis zur Bodenoberfläche, im Gegensatz zum Sickerwassersammler, der unterhalb der Bodenwasserscheide eingebaut wird.
 
Der Standard Lufteintrittspunkt für Porenwassersammler ist 1000 hPa.
Für Sickerwassersammler ist ein Lufteintrittspunkt von 100 hPa ausreichend.
 

Anzahl Saugkerzen pro System


Theoretisch kann eine beliebige Anzahl von Bodenwassersammlern an eine Vakuumquelle angeschlossen werden, da das Vakuum an sich erhalten bleibt und nur das Volumen des gesammelten Wassers durch Abpumpen des entsprechenden Luftvolumens kompensiert werden muss.
 
Aus folgenden Gründen sollten aber nur max. 10 Saugkerzen an eine VS angeschlossen werden:
 
  • Tritt an einer Stelle ein Leck auf (Kerzen- oder Schlauchbruch), fällt das gesamte System auch aus.
  • Das System fällt aus, wenn zu einem Zeitpunkt der Boden trocknener als der Lufteintrittspunkt ist.
  • Kleinere Systeme sind leichter zu handhaben.
 

Welches poröses Material für welche Stoffe?


In den Produktbeschreibungen sind Empfehlungen dazu angegeben.
Die chemischen Wechselwirkungen von Bodenwasserlösung, porösem Material, dem Vakuumlevel und der Speicherung der Wasserlösung sind jedoch komplex. Bitte kontaktieren Sie uns im Zweifelsfalle.
 
UMS hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München- Weihenstephan eine Standard Testprozedure.
 
Eignungsempfehlungen für Saugkerzen können Sie als PDF Datei hier downloaden.
 

Konditionierung

Wir raten davon ab, Säuren zum Spülen zu verwenden. Diese können das chemische Verhalten der Keramiken verändern oder diese zerstören.
 
  • Nach Installation sollte die erste Probe verworfen werden.
  • Saugschläuche sollten so kurz wie möglich sein.
  • Viele Luftblasen im System reduzieren das Vakuum.
  • An den Schäften finden sich Markierungen für eine optimale Positionierung.

Antworten zu FAQ’s

  • Bei Ganzjahresbetrieb sind Kerzen, Schläuche und Flaschen in frostfreien Tiefen zu installieren.
  • Sammelflaschen sollten auf der selben Höhe wie die Kerze positioniert werden, um hydrostatische Potentiale zu vermeiden.
  • Die Bodenlösung sollte dunkel und bei Bodentemepratur gelagert werden, z. B. in isolierten Sammelflaschenboxen.
  • Organische Auflagen vor dem Bohren vorsichtig entfernen.
Weitere FAQs finden Sie hier!
 

Ansprechpartner

Georg von Unold
Tel: +49 89 12 66 52 - 15
Fax: +49 89 12 66 52 - 20
E-Mail: gvu@ums-muc.de
 
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