Messung der umweltrelevanten Auswirkungen von Klimaveränderungen in der Agrosphäre.

Netzwerk zur Umweltbeobachtung

TERENO (Terrestrial Environmental Observatories) ist eine Forschungsplattform der Helmholtz- Gemeinschaft – koordiniert vom  Forschungszentrum Jülich –, die gemeinsam mit anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Universitäten genutzt werden kann und soll. Die Observatorien liefern Messdaten, mit denen Fragen der Klima- und Umweltforschung aufgegriffen und beantwortet werden können, wie z.B. der Einfluss des Klimawandels auf Ökosysteme, die Analyse von Interaktionen und Reaktionen im Komplex Boden-Vegetation-Atmosphäre und der skalenübergreifende Abgleich von Messung und Modellierung.

Schon heute die Auswirkungen von Klimaveränderungen in der Agrosphäre messen

Seitens des KIT, IMK-IFU wird zur Zeit im Rahmen der Helmholtz-Initiative „TERENO-SoilCan“ ein Netzwerk von Klima-Feedback-Stationen im Ammer-Einzugsgebiet ein­ge­richtet. Die Stationen dienen zur Langzeiterfassung (> 10 Jahre) der Auswirkungen von Climate-Change-Faktoren (Klima-/Landnutzungsänderungen). Hierbei werden die Auswirkungen auf Stoffflüsse, Bodenfruchtbarkeit, Wasserverfügbarkeit und -qualität gemessen. Die Initiative realisiert Versuche über ein Kleinlysimeter-Netzwerk an Bodenkernen verschiedener Grünlandstandorteentlang eines Höhengradienten. Dabei werden die Biosphäre-Hydrosphäre-Atmosphäre-Austauschvorgänge untersucht und quantifiziert. Hierzu versetzt man Bodenkerne der höher liegenden Standorte an die niedriger gelegenen Standorte, um den natürlichen Temperatur-/Niederschlagsgradienten zur Simulation der zu erwartenden Klimaänderung auszunutzen. Zusätzlich können mit Hilfe der Lysimeter Extremereignisse wie z.B. Starkniederschläge oder extreme Trockenheit „experimentell simuliert“ werden. In Verbindung mit Klima- und Mikrometeorologischen Messstationen sollen folgende Messungen durchgeführt werden: Energie-, Wasser-, und Nährstoffbilanzen Treibhausgasemissionen (CO2, N2O, CH4) Stoffaustrag ins Grundwasser (z. B. NO3, DOC, DON) Biodiversität (Vegetation, Bodenlebewesen)

Deutschlandweite Langzeituntersuchungen an Miniökosystemen im Lysimeter

Die Lysimeter wurden 2010 in neu zu errichtenden Anlagen an 12 Standorten in den vier Observatorien des KIT (Forschungszentrum Karlsruhe), des FZJ (Helmholtz-Forschungszentrum Jülich), des UFZ (Helmholtz-Forschungszentrum für Umweltforschung) und des GFZ (Helmholtz-Zentrum Potsdam) installiert. Die identische Ausführung der Lysimeter und Anlagen lässt den unmittelbaren Vergleich der einzelnen Böden unter verschiedenen Klimaexpositionen zu und ermöglicht die Untersuchung des Systems „Boden-Wasserressourcen-Vegetation-Klima-Atmosphäre“.

Von der Ausstattung bis zum Service – alles aus einer Hand

UMS wurde nach 3-jähriger Vorbereitungsphase damit be­auftragt, insgesamt 126 Lysimeter mit je ca. 3000 kg Bodenmaterial deutschlandweit zu gewinnen.

UMS steht den TERENO-SoilCan-Partnern für die Ausstattung, Installation und Betreuung dieses Monitoring-Netzwerkeszur Verfügung.

Übersicht Lysimeterstationen
Einblick in die Lysimeterstation Graswang
Transport der Lysimetersäulen