Die Kerze ist trocken.

Kerze mithilfe von Spritze oder Vakuumpumpe mit deionisiertem Wasser befüllen (siehe Kapitel „Vorbereiten der Messung“ im Benutzerhandbuch).

Sie sehen Blasen in den Kerzen.

Befüllvorgang wiederholen. Falls ohne Wirkung: undichte Stelle suchen (z.B. O-Ring der Kerze) und beheben.

Der Tensionswert erreicht nur etwa 500 … 700 hPa und fällt dann ab.

a) Kerze nicht blasenfrei befüllt (Abhilfe siehe oben). b) Kerze dichtet am O-Ring in der Sensoreinheit nicht richtig ab. Überprüfen und wenn nötig, O-Ring erneuern(siehe Kapitel „Wartung“ in der Bedienungsanleitung).

Der Tensionswert geht über das Vakuum hinaus (1000 hPa).

Dies ist kein Fehler, sondern der physikalische Effekt des Siedeverzugs. Dadurch können Sie mit dem HYPROP über den „normalen“ Messbereich hinaus messen.

Es werden keine Messdaten mehr aufgezeichnet.

a) Anschlussleitung zur USB-Buchse des Rechners prüfen. b) Energiemanagement des Rechners auf Dauerbetrieb umstellen (betrifft meistens Laptops).

Zu Beginn „überholt“ die untere Kerze die obere.

Möglicherweise sind die Kerzen vertauscht eingeschraubt. Sie müssen die Messung nicht abbrechen, sondern können die Messwerte in der HYPROP-FIT Software korrigieren.

Beim Modus "One balance for more HYPROPs" werden keine Sensoreinheiten gefunden.

Sensoreinheiten nacheinander abstecken und den Gerätebaum anzeigen lassen. Möglicherweise haben ein oder mehrere Sensoreinheiten dieselbe Adresse. Dann bitte Adresse(n) ändern (siehe Kapitel „Vorbereiten einer Messung“ in der Bedienungsanleitung).

Sie sehen Anzeigewerte von 4000 hPa

Drucksensoren sind defekt. Die Sensoreinheit muss überprüft werden. Bitte senden Sie diese an Ihren Händler oder an uns. Die Reparatur erfolgt schnell und günstig.

Wie lassen sich die typischen Messkurven bei einer HYPROP Messung für Sandigen Lehm (Ls2) beschreiben?

Der Messverlauf ist typisch für einen Lehm mit weiter Porengrößenverteilung. Die Tensionen steigen knapp zwei Tage lang kontinuierlich, aber mit moderater Steigung an. Dies reflektiert einen Grobporenanteil im Lehm von knapp 10%.

Ab ca. 50 hPa (pF 1,7) sind die zunächst parallel laufenden Kerzen weit genug entfernt, um die Bestimmung der hydraulischen Leitfähigkeiten zu erlauben.

Nach knapp zwei Tagen steigen die Kerzen nun mit größerer Steigung, aber immer noch schwacher Krümmung weiter an. Die Messgrenze wird bereits einen Tag später erreicht. Dies weist einen limitierten und gleichzeitig breit gefächerten Mittelporenanteil aus.

Die Spreizung der Kerzenwerte ist dabei moderat, was auf eine relativ hohe hydraulische Leitfähigkeit in diesem Bereich hinweist. Die Messung wird beendet durch den (hier etwas verfrühten)Ausfall der oberen Kerze bereits nach drei Tagen. Zu dem Zeitpunkt sind der Probe ca. 17% Wasser entzogen.

 

 

 

Wie lassen sich die typischen Messkurven bei einer HYPROP Messung für Tonigen Schluff (Ut3) beschreiben?

Der Messverlauf ist typisch für einen sehr feinkörniges Substrat.

Die Tensionen steigen unmittelbar nach Messbeginn spontan, steil und kontinuierlich an. Dies reflektiert einen sehr kleinen Grobporenanteil. pF 2,0 wird (unter den gegebenen Verdunstungsbedingungen mit Ventilator) nach wenigen Stunden erreicht. Der Wasserverlust bis pF 2 beträgt lediglich ca. 4%. Das „Ruckeln“ am Beginn der Messungen zeigt den diskontinuierlichen Zutritt der eindringenden Luft in den Boden an.

Ab ca. 100 hPa (pF 2,0) sind die zunächst parallel laufenden Tensiometerweit genug entfernt, um die Bestimmung der hydraulischen Leitfähigkeiten zu erlauben.

Beide Tensiometer steigen mit fortschreitender Zeit unvermindert an undfallen relativ bald aus. Der tonige Schluff besitzt nur wenige große Mittelporen,der feinere Mittelporenbereich ist zum Ausfallzeitpunkt noch mit Wasser gefüllt, der Wassergehalt entsprechend hoch.

Die Spreizung der Tensiometerwerte ist über den gesamten Messverlaufmoderat, was auf eine relativ hohe ungesättigte Leitfähigkeit hinweist.

Die Messung wird beendet durch den Ausfall des oberen Tensiometers nach weniger als einem Tag. Zu dem Zeitpunkt sind der Probe ca. 20% Wasser entzogen.

Wie lassen sich die typischen Messkurven bei einer HYPROP Messung für schwach lehmigen Sand (SL2) beschreiben?

Der Messverlauf ist typisch für einen Sand mit geringen Feinanteilen

Die Tensionen steigen unmittelbar nach Messbeginn spontan an, bis sie einen Level erreichen, der dem Lufteintrittspunkt entspricht. Im vorliegenden Fall sind dies etwa 30 cm (pF 1.5).

Ein leichtes "Ruckeln" am Beginn der Messungen zeigt an, dass die Luftnicht gleichförmig, sondern ruckweise in das System eintritt. Dies wird sich in der Auswertung der Retentionskurve widerspiegeln. Die Tensiometer laufen über lange Zeit völlig parallel, nur um den hydrostatische Druckdifferenz von 2.5 hPa verschoben.

 Erst nach Entwässerung des Hauptporenteils steigt zunächst das obereTensiometer exponentiell an. Der Ausfall des Tensiometers erfolgt danach sehr schnell, auch der Lufteintrittspunkt der keramischen Kerze wird kurze Zeit später erreicht, während das untere Tensiometer noch im regulären Messbereich liegt.

Die Differenz der Tensionen wird erst nach Erreichen des exponentiellen Anstiegsso groß, dass hydraulische Leitfähigkeiten berechnet werden können.

Die Messung wird beendet durch den Ausfall des oberen Tensiometers nach Entzug von fast 30% Wasser.

Wie lassen sich die typischen Messkurven bei einer HYPROP Messung für einen reinen Fein bis Mittelsand (Ss) beschreiben?

Der Messverlauf ist typisch für einen Sand mit enger Partikelgrößenverteilung ohne Feinanteile

Die Tensionen steigen unmittelbar nach Messbeginn spontan an, bis sieeinen Level erreichen, der dem Lufteintrittspunkt entspricht. Im vorliegenden Fall sind dies etwa 50 cm (pF 1.7).

Die Tensiometer laufen nun über lange Zeit sehr flach und völlig parallel,nur um den hydrostatische Druckdifferenz von 2.5 hPa verschoben.

Nach Entwässerung des Hauptporenteils steigt das obere Tensiometer extrem steil an. Der Ausfall des Tensiometers erfolgt nun sehr schnell.

Das untere Tensiometer ist zum Ende der Messung noch völlig unerfasstvon der Austrocknungsfront, die Differenz der Tensionen extrem groß.

Hydraulische Leitfähigkeiten können nur über einen kurzen Zeitabschnittberechnet werden.

Die Messung wird beendet durch den Ausfall des oberen Tensiometers nach Entzug von 35% Wasser.

In welche Phasen lässt sich eine optimale Messkurve unterteilen?

Jede Messung läuft in 4 Phasen ab, vorausgesetzt Kerzen und Sensoreinheit sind blasenfrei befüllt.

Phase 1: regulärer Messbereich

Tensionswert steigt ohne Verflachung bis zum Erreichen des Dampfpunktes von Wasser.

Phase 2: Siedeverzugsphase

Der Tensionswert steigt im Idealfall - wenn das System blasenfrei befüllt ist - ohne Verflachung der Kurve bis in den Siedeverzugsbereich > 850 hPa. Dies ist jedoch für eine Auswertung im allgemeinen nicht notwendig.

Phase 3: Kavitationsphase

In der Kerze bildet sich Wasserdampf und der Tensionswert fällt schlagartig auf den Siedepunktswert ab. Im Verlauf der Phase 3 sinkt der Tensionswert nur geringfügig.

Phase 4: Lufteintrittsphase

Der Tensionswert fällt wieder schlagartig, diesmal auf 0 hPa, weil Luft durch die Keramik hindurch tritt. Der Lufteintrittspunkt ist ein Materialkennwert der Keramik und liegt bei ca. 8800 hPa. Dieser Punkt (knapp unter pF4.0) steht ebenfalls für die Auswertung zu Verfügung.

Unter welchen Umständen können Messungen beendet werden?

Sie können Messungen wie folgt beenden:

1. Sie brechen ab, wenn die obere Kerze die Kavitationsphase erreicht hat (siehe Grafik 1). Dann verzichtet man auf den Lufteintrittspunkt.

2. Sie wollen abbrechen und den Lufteintrittspunkt nutzen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

a) der Lufteintrittspunkt der ersten Kerze ist erreicht und die zweite Kerze befindet sich noch im regulären Betrieb (Phase 1) oder im Siedeverzug (Phase 2). In diesem Fall kann HYPROP den Mittelwert aus dem Lufteintrittspunkt der Tensio Top und der Tensio Bottom Kurve, errechnen (siehe Grafik 2).

b) Wenn der Lufteintrittspunkt der ersten Kerze erreicht ist und sich die zweite Kerze noch in der Kavitationsphase (Phase 3) befindet, kann der Mittelwert der beiden Kurven noch nicht errechnet werden. Dann müssen Sie warten, bis der Lufteintrittspunkt der zweiten Kerze erreicht ist (siehe Grafik 3).

Warum wird das Gewicht während der Messung nicht aufgezeichnet?

Dafür gibt es zwei Erklärungsansätze:

1.       Es kann daran liegen, dass die Waage nicht einschalten worden ist. Die Waage wird zwar in HYPROP-VIEW gefunden, aber es können keine Daten abgefragt werden. Eingeschalten ist die Waage, wenn das Gewicht im Waagen Display angezeigt wird.

2.       Ebenso kann es daran liegen, dass man den falschen Modus verwendet und daher kein

Gewicht aufgezeichnet wird:

·         One balance for more HYPROPS

Keine automatische Aufzeichnung des Gewichts, es muss manuelle verwogen werden (siehe               Handbuch)

·         One balance per HYPROP

Gewicht wird automatisch aufgezeichnet. Es kann NICHT manuelle gewogen werden.